Augenlinse und Schlaf

von Christian Cajochen

Das Auge bringt das Aussenlicht in unser Gehirn. So können wir unsere Umwelt in verschiedenen Lichtstärken vom dunklen Sternenhimmel bis zur hellen Mittagssonne geniessen. Neben dem Sehen, hält Licht auch die menschliche Zirkadianrhythmik (innere Uhr) in Schwung. So ist tägliches „Lichttanken“ zur „richtigen“ Tageszeit unerlässlich, um das Pendel der inneren Uhr auf den äusseren 24-Stunden Lichtdunkelwechsel zu eichen. Eine schwache Eichung führt zu einem Fehlabgleich der äusseren und der inneren Zeit. Das Risiko eines solchen Fehlabgleichs ist besonders hoch bei sehbehinderten Menschen, bei Schichtarbeitenden und bei Leuten, die häufig über mehrere Zeitzonen fliegen. Hinzu kommen neue Risikofaktoren wie Lichtverschmutzung und häufiger Medienkonsum zu nächtlichen Stunden. Als Konsequenz diagnostizieren Schlafmediziner des Öfteren Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit, Stimmungsschwankungen und Depressionen.

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Medizinischer Doktorand (MD thesis) 100%

ab 1. Juli 2019

Für unser Team auf der Gastroenterologie & Hepatologie am Universitätsspital Basel, Bauchzentrum Clarunis, und im Labor für Gastroenterologie suchen wir einen Mediziner, der an einer medizinischen Dissertation für die Dauer ca. eines Jahres ab Juli 2019 interessiert ist.

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Chronobiologie werden wir in einer klinischen Studie mit experimentellem Anteil das Schlafverhalten bei Patienten mit Nicht-alkoholischer Fettleber (NAFLD) detailliert untersuchen. Der Lohn orientiert sich an Tabellen der Universität Basel.

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bei Interesse senden Sie bitte eine Email mit Ihrer Motivation und Ihrem CV an PD Dr. Dr. Christine Bernsmeier, C.Bernsmeier@unibas.chMedizinischer Doktorand (MD thesis) 100%.

Dr. Ruta Lasauskaite erwirbt Ambizione-Beitrag vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Froschung

Dr. Ruta Lasauskaite hat mit ihrem Projekt «Influence of lighting on mental effort and on motivational deficit caused by fatigue» ein sehr angesehenes und kompetitives Ambizione Projekt beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) erhalten.
Die Ambizione-Beiträge richten sich an junge Forscherinnen und Forscher, die ein selbstständig geplantes Projekt an einer Schweizer Hochschule durchführen, verwalten und leiten möchten. Der Ambizione-Beitrag umfasst das Salär der Beitragsempfängerin und Projektmittel für 4 Jahre. Dr. Ruta Lasauskaite wird ihr Forschungsprojekt an der Abteilung Chronobiologie der UPK Basel realisieren.

Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2017 an Chronobiologen verliehen

Die Chronobiologen Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young erhalten gemeinsam den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2017 "für ihre Entdeckungen molekularer Mechanismen, die den circadianen Rhythmus kontrollieren".

Die Mitglieder unseres Labors erschienen für Kommentare zu dieser Auszeichnung in der Presse: Prof. Anna Wirz-Justice wurde für die nationale Radiosendung "Echo der Zeit" interviewt und Prof. Christian Cajochen erschien auf dem nationalen Fernsehsender SRF "Tagesschau".

Projekt «Caffeine-induced effects on sleep, cognitive performance, and underlying cerebral correlates during adolescence» erhält MHV-Beitrag

Dr. Carolin Reichert hat mit ihrem Projekt einen angesehenen Marie-Heim Vögtlin-Beitrag (MHV-Beitrag) beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) eingeworben.
Die MHV-Beiträge richten sich an Doktorandinnen und Postdoktorandinnen in der Schweiz, welche ihre Forschungstätigkeit aufgrund ihrer familiären Situation unterbrechen oder reduzieren mussten. Sie wird ihr eigenes Forschungsprojekt in der Abteilung Chronobiologie der UPK Basel starten.

Dynamisches Licht

Erst wenn Licht auf unsere Augen trifft, können wir sehen. Doch unsere Augen steuern auch, wann wir wie wach und konzentriert sind. Unser Wohlbefinden hängt vom rechten Licht zur rechten Zeit ab. Das soll sich auch in Architektur und Planung niederschlagen.

Das Thema in schweizerischem Bau hier.

Neue multizentrische Studie über die Rolle von Schlaf und Lichttherapie bei perinataler Depression

Das Zentrum für Chronobiologie der UPK nimmt an einer neuen multizentrischen Studie über Schlaf und Depression in der perinatalen Zeit teil. Die perinatale Depression ist eine häufige und schwere Komplikation in der Schwangerschaft, welche ca. jede 10. Frau vor und jede 7. nach der Entbindung betrifft und negative Folgen für die Gesundheit der Mütter und deren Kinder hat.

Im Rahmen der sogenannten "Life-ON Studie", in Zusammenarbeit mit dem Schlaf-Epilepsie Zentrum des Neurozentrums der Italienischen Schweiz (Lugano), sowie mehreren Kooperationspartner in Italien, werden gesunde Frauen zwischen der 10. und 15. Schwangerschaftswoche rekrutiert und bis 12 Monate post-partum regelmässig betreut.

Schlaf-, hormonelle- und genetische Risikofaktoren werden untersucht und den Frauen, welche eine Depression während der Schwangerschaft bzw. der post-partalen Zeit entwickeln, wird eine Lampe zur Lichttherapie ausgehändigt, welche sie zu Hause benutzen können.

Für weitere Informationen steht Dr. Corrado Garbazza gerne zur Verfügung.
Email: corrado.garbazza@upkbs.ch

UNI NOVA, Spezialausgabe Schlaf

Jeder und jede Dritte von uns ist davon betroffen. Rund 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung sollen unter Schlafproblemen leiden: Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen, lautes Schnarchen mit nächtlichem Erwachen, frühes Wachwerden, morgens nicht aus den Federn kommen.

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